Wer bin ich…

Am 12. April, also im Sternzeichen Widder, 1963 wurde in Würselen-Bardenberg ein kleiner Römer geboren. Meine Eltern gaben mir den Namen Gerhard, übersetzt aus dem Althochdeutschen „ger = Speer, harti = hart, kräftig“, also äußerst passend für einen Römer. Da ich schon als kleiner Mann fast alles aus einer zentralen Lage steuern wollte, hat es mich sofort auf die Kaiserstraße verschlagen. Da wo die über die Stadtgrenzen Würselens hinaus bekannte

Ratsstube von Kuno und Käthe Römer stand, schlug ich meine Zelte auf. Die Ratsstube auf der Kaiserstrasse 33 musste nach 24 Jahren dann leider der Fußgängerzone weichen. Aber dort bin ich mit meiner Schwester aufgewachsen. Da wo heute unser Rathaus steht und der gesamte Bereich des Morlaixplatz waren Schrebergärten. Hier nutzten wir Kinder das Angebot der Obstbäume weidlich aus. Von der Ratsstube zum Kindergarten war es nur ein kurzer Weg. Ebenso schnell konnte ich später das Gumminasium erreichen, zumindest in den Pausen. Zur Schule ging ich dann lieber in der Lehnstrasse. 1978 ich war 15, also kurz bevor ich zu alt wurde gelang es meinen Eltern und mir das Amt des Kinderprinzen im 50. Jubiläumsjahr des I. WKV, ausüben zu dürfen. Damit war ich der älteste Kinderprinz Deutschlands. Jetzt 30 Jahre später darf ich der große Prinz in unserer schönen Heimatstadt sein. Nach Abschluss der Schulzeit habe ich noch zwei Jahre die Handelsschule mit Erfolg besucht und anschließend eine Ausbildung zum Feinmechaniker an der TH Aachen gemacht. In meiner Freizeit war ich immer ein begeisterter Sportler. Beim Radsport habe ich meine Heimat gefunden. In 20 Jahren Hochleistungssport habe ich die Farben der Stadt national und international sowohl im Bahn- als auch im Straßensport erfolgreich vertreten. In dieser Zeit errang ich einige Siege bis hin zu mehreren Landesmeistertiteln. 40 Jahre war ich im Radsport beim RV 1899 aktiv, davon einige Jahre als Trainer beziehungsweise Sportlicher Leiter. In dieser Zeit durfte ich einige international besetzte Radrennen bis hin zu Veranstaltungen bei denen es um nationale Titel ging organisieren und veranstalten. Die Betreuung der Jugend und der Amateure lag mir immer sehr am Herzen. Wenn ich die Geschäfte auf der Kaiserstrasse zur Sponsorensuche betrat wussten die Inhaber bald startet wieder das Radrennen in der City. Zwischendurch habe ich es sogar geschafft mit meiner Frau Anke den Bund fürs Leben zu schließen. Yannik, unser Sohn vervollständigte dann unsere Familie. Dem Radsport habe ich adieu gesagt und mich seit vier Jahren in Bissen der Kirmes und dem Jungenspiel verschrieben. Hier arbeite ich sehr gerne mit dem jungen Vorstand zusammen. Zuhause bin ich heute im Hühnerwinkel. Hier steppt ab und an der Bär, immer dann wenn die 2 (Gerhard Römer & Frank Zimmermann) mit ihren Ehefrauen ein Event starten. Unser Glühweinfest zieht immer größere Kreise, aber auch für andere Sachen sind wir zu haben. Ach ja, arbeiten muss ich ja auch. Die Bundesagentur für Arbeit ist seit 20 Jahren. meine berufliche Heimat. Etwas für das ich sehr dankbar bin ist als erstes meine Familie und dann meine Freunde. Ich bin halt ein Vereinsmensch durch und durch, so wie es meine Eltern Käthe und Kuno auch waren.

 

Foto Wolf